Harte Zeiten für Prostituierte


Seit die Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise umgesetzt werden müssen, erlebt die Beratungsstelle TAMARA einen regelrechten Ansturm von verzweifelten Prostituierten: Viele rumänische und bulgarische Frauen haben den Weg in ihre Heimatländer nicht mehr geschafft, erzielen keine Einkünfte mehr und können ihre Miete in den Bordellen nicht mehr bezahlen. Hilfe zum Lebensunterhalt muss organisiert und Unterbringungsmöglichkeiten gefunden werden. Bei all diesen Dingen sind die Kolleginnen von TAMARA behilflich – unermüdlich und in enger Taktung der Beratungen, die am Telefon geführt werden müssen. Das ist aber häufig aufgrund der Sprachprobleme sehr schwierig und eine Sprachmittlerin aus Kostengründen nicht finanzierbar. Hier müssen die Kolleginnen sehr kreativ sein: „Ich habe auch schon einmal eine Beratung mit einer Klientin im Garten geführt…mit mehreren Metern Abstand zwischen uns. So kann man wenigstens noch Hände und Füsse zur Kommunikation mit hinzunehmen!“

Die FAZ hat kürzlich über die Situation der weiblichen und männlichen Prostituierten in Frankfurt berichtet und auch Frau Weigand von TAMARA dazu befragt. Den lesenswerten Artikel finden Sie hier.


27.04.2020
Pressespiegel